Und täglich grüßt der Schweinehund!

Ihr kennt ihn doch alle – diesen inneren Schweinehund: Derjenige, der uns davon abhält unsere guten Vorsätze ohne Wenn und Aber umzusetzen; dieser eine, der die Begriffe „Sport“ und „gesunde Ernährung“ noch nie gehört hat und natürlich steht er mit der Motivation auf dem Kriegsfuß. Und ganz ehrlich, ich hasse es, wenn er bei mir zu Besuch ist und mich mit seinem schlechten Karma von meiner gerade wieder gefundenen Balance abhält. Geht es euch vielleicht genauso, wie mir?

 

Grundsätzlich gehören wir Menschen der Spezies Gewohnheitstier an. Der identische Tagesablauft gibt der abendlichen Routine die Klinke in die Hand und der Schlummermodus aktiviert sich von ganz alleine. Der Wecker schrillt und ein neuer Tag mit ähnlichem Ablauf steht bevor.

 

Versteht mich bitte nicht falsch, mein Leben ist definitiv nicht langweilig und natürlich passiert nicht jeden Tag genau das Gleiche. Aber egal wie alt ihr seid, wo ihr euch befindet oder in welchem Beruf ihr arbeitet – irgendeine tägliche Wiederholung gibt es immer. Achtet nur einmal darauf. Sei es die morgendliche Tasse Kaffee die ihr zum Wachwerden benötigt; die Zeit, um welche ihr das Haus verlasst um zur Arbeit zu fahren oder bei welcher ihr auf dem Sofa sitzt, weil eure Lieblingsserie beginnt. Genauso gehört das Zähneputzen, das mit dem Aufstehen und ins Bettgehen einhergeht oder auch die Einnahme von Tabletten, dazu. All das geschieht jeden Tag, fast ganz unbemerkt und oftmals zum selben Zeitpunkt. Der Körper gewöhnt sich an diese Vorgehensweisen so sehr, dass wir sie gar nicht mehr realisieren und fest in unserem Verhalten verankert sind. Wenn es soweit ist, dass man diesen Automatismus auch in Bezug auf seine Ernährung, wie feste Mahlzeiten und das Essen von Obst und Gemüse, aber auch Fitnesseinheiten, in Form von regelmäßiger Bewegung anwendet, kann man definitiv von einer „work-life-balance" sprechen.

 

Immer, wenn ich in dieser Form bin, fühle ich mich gut. Das ist dann dieses „ich-könnte-Bäume-ausreißen-Gefühl“. Es geht dabei auch nicht um den Verzicht von Dingen, sondern um das routinierte Durchführen von Dingen. Dann hat auch der olle Schweinehund keine Chance sich in den Vordergrund zu drängen ;-).

 

Doch dann passiert es: der Wecker hat nicht geklingelt, man schreckt aus dem Schlaf hoch, weil man spürt, dass irgendwas nicht stimmt und der morgendliche Ablauf wird in kürzester Zeit runtergespult. Neben einem überhöhten Puls muss dann auch noch auf den Kaffee verzichtet werden und schon ist das gewohnte Gleichgewicht dahin. Futsch… einfach nur, weil man verschlafen hat.

 

Oder, weil statt des abendlichen Sportprogramms noch ein Termin ansteht und aufgrund der Zeit das Sofa dann doch verlockender ist als die Laufschuhe…

 

Oder, weil das Kind krank ist und nichts mehr zählt, als zu Kuscheln…

 

Oder, weil die Serie, die man schon immer mit seinem Liebsten gucken wollte, endlich bei Netflix verfügbar ist…

 

Oder, weil es da diese Müdigkeit gibt…

 

Oder, weil das Wetter nur aus Wasser besteht…

 

Oder, weil man einfach keine Lust hat…

 

Oder, weil einen zu Blog schreiben einfach viel mehr Spaß macht…

 

Oder, ...

 

… weil uns täglich der Schweinehund grüßt!

 

Aber morgen, da überwinde ich ihn wirklich und gehe joggen. Ganz bestimmt ;-)!

 

work-life-balance

What? Keine Angst, Erklärung folgt ;-).

Die drei Worte beschreiben das Gleichgewicht (balance) zwischen der Arbeit (work) und dem Leben (life).

Sport ist Mord

Bei einigen Extremsportarten mag das der Fall sein. Um sich einfach nur ein bisschen zu bewegen reichen simple Kräftigungsübungen oder das Joggen gehen aus (so handhabe ich das ;-)). Wichtig ist immer der Spaßfaktor!

Liebe dich selbst

... und sei du selbst! Zeige Charakter und glaube an dich!

Selbst wenn man den inneren Schweinehund nur schwer los wird: behalte dein Ziel im Auge und lasse dir Zeit. 0-Bock-Phasen wird es immer geben! Kann ich bestätigen...


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