Winterblues

Kopf-und Nackenschmerzen, Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit… ich fühle mich ausgelaugt und würde am liebsten den ganzen Tag nur im Bett verbringen. So begann mein neues Jahr. Ein wirklich toller Start…

 

Nach einem kurzen Check-Up beim Arzt war klar, dass mich der Winterblues in Kombination mit einem eingeklemmten Nerv erwischt hatte. Top! Das bestätigt mal wieder meine These, dass ich nicht für den Winter gemacht bin und für immer ein Sommerkind bleiben werde.  

 

Kennt ihr auch diese Tage, an denen es draußen trist, grau und regnerisch ist und ihr euch nur im Bett so richtig wohl fühlt?

 

Ich muss gestehen, dass ich jedes Jahr für ein paar Tage unter dem Winterblues leide. Natürlich bleibe ich dann nicht den ganzen Tag im Bett liegen und schlafe – auch wenn ich das nur zu gerne machen würde – aber der Alltag lässt das einfach nicht zu. In diesen Tagen kann ich mich dann aber definitiv nicht zum Sport aufraffen und greife zu Soulfood statt zu Salat. Ganz getreu dem Motto: „Schokolade macht glücklich!“. Dazu geht’s abends früh ins Bett, mit einer kuscheligen Wärmflasche und meinem Mann. Die Lieblingsserie wird angeschmissen (derzeit Mr. Robot – sehr zu empfehlen) und der Gedanke an „To Dos“ verschwindet. Ich gebe mich meiner Antriebslosigkeit voll und ganz hin und erlaube es mir faul zu sein und Süßigkeiten zu inhalieren. Ich weiß, dass dies nur eine vorübergehende Phase ist, aber irgendwie bin ich jedes Jahr aufs Neue über meinen Zustand erstaunt. „…etwas übertrieben…“, oder gar „…das sind Anzeichen für Depressionen…“, denkt ihr jetzt? Nein! Denn Tatsächlich gibt es viele Leidensgenossen. Die einen erwischt es regelmäßig und das eigene Befinden ist stark beeinträchtigt, bei anderen verläuft die Verstimmung eher unbemerkt ab und wird als schlechte Laune und einfache Unlust abgetan.

 

Passend zum Thema Winterblues habe ich zwar einen älteren, aber dafür sehr passenden Artikel von Focus-Online entdeckt.

Antriebslosigkeit überwinden und den Tag wieder fit und motiviert beginnen – aber wie?

 

Ich habe keine Lichttherapie gemacht, von der auch im oben benannten Focus-Artikel die Rede ist. Hierzulande noch recht unbekannt; in Skandinavien wird die Lichttherapie sogar in öffentlichen Gebäuden angeboten, um auch während des langen Winters Licht ins Dunkle - vor allem aber ins Gemüt – zu bringen. (Quelle)

Nun bin ich auch keine Ärztin (ich weiß, große Überraschung ;-)), die euch einen medizinischen Rat geben kann. Was mir jedoch hilft meinen Winterblues zu überwinden ist, mich auf diesen Zustand in gewisser Weise einzulassen und nicht dagegen anzukämpfen. Ich lebe meine Heißhungerattacken aus und gehe früh ins Bett, um meinem Körper den Schlaf zu geben, den er anscheinend braucht. Gleichzeitig versuche ich, mich nicht aus meinem Alltag auszuklinken: ich gehe regulär zur Arbeit und nehme Termine wahr. Zudem zwinge ich mich frische Luft zu schnappen um die wenige Helligkeit die täglich da ist, zu genießen. Bisher bin ich so nach wenigen Tagen wieder aus meinem Winterblues erwacht. Dieses Mal hat es fast eine Woche gedauert, bis meine Motivation nach frischem Essen, Bewegung und der Drang danach Dinge zu erledigen, wieder voll da ist.

 

 

Schämt euch nicht, wenn es euch ähnlich ergangen ist oder ihr vielleicht sogar gerade in einer solchen Winterblues-Phase steckt.

 

Nach jedem Regen folgt schließlich Sonnenschein und das Licht der Sonne ist eine Wohltat für Körper und Seele!

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