Priorität

Perfektionslos? Wer oder was war das noch? Na klar, mein liebster Lieblingsblog! ;-) - dies nur kurz für euch zur Erinnerung, denn schon seit längerer Zeit gab es keinen neuen Blogpost von mir. Das lag zum einen daran, dass ich mich quasi im Mutterschutz befunden habe, denn unser vierbeiniger Nachwuchs hält uns mittlerweile seit vier Wochen auf Trab. Aber Skalli hat sich super bei uns eingelebt, er wächst täglich und wir freuen uns, dass er bei uns ist.

Zum anderen hatte ich zwar viele Ideen und Ansätze für neue Artikel, allerdings war nichts dabei, was den Stempel 'lesenswert' bekommen hat oder als kurzes Update Sinn gemacht hätte. Wie es dann manchmal aber so ist, wenn man über etwas nachdenkt, entflammt plötzlich ein Gedanke, der #perfektionslos genug für diese Site ist!

Priorität

Denn genau dieses Wort ist mir in den Sinn gekommen, als ich über die Vernachlässigung meines Blogs nachgedacht habe. Und ich habe versucht mich zu erinnern, was früher meine Prioritäten waren, als ich weder einen Ring um den Finger, noch eine Tochter hatte.
Ich habe wirklich in meinem Gedächtnis gekramt und mich an meine unbeschwerte Sturm und Drang Zeit zurückerinnert. Und so egoistisch es auch klingt, die oberste Priorität galt immer mir selbst. Angefangen vom ausgedehnten Schönheitsschlaf, über mehrstündige Beautysessions, bis hin zu Shoppingtouren Deluxe - all das habe ich nur für mich getan. Im Laufe der Zeit haben sich diese 'Egotrips' natürlich mehr und mehr verringert. Schon allein deshalb, weil zur Priorität ICH, die Priorität WIR dazu gestoßen ist.

 

Aber selbst in einer Beziehung haben die eigene Persönlichkeit, sowie die Erreichung seiner Ziele einen hohen Stellenwert. Zumindest war das bei mir so. Meine Ausbildung, mein Job, die finanzielle Unabhängigkeit und das schöne Gefühl sich selbst mit neuen Klamotten oder sonstigen Accessoires zu belohnen.

Schliesslich sind Ego und Emanzipation wichtig!

Wie bei vielen Dingen, ist allerdings die Balance entscheidend; vor allem, wenn man in einer Beziehung lebt. Das WIR darf natürlich nicht untergehen und gemeinsame Hobbies und Ziele sind zwingend notwendig. Als mein Mann und ich noch alleine waren, sind wir mehrmals in der Woche ins Fitnessstudio gegangen. So haben wir gemeinsam etwas für uns selbst getan. Ehrlich gesagt vermisse ich manchmal diese doch ziemlich unbeschwerte Zeit. Denn schon lange sind es nicht mehr nur zwei Prioritäten, die zu koordinieren sind. Wir als Paar stehen hinten an und an sich selbst denkt man als letztes.

 

Aber kennt ihr diese Situation, wenn endlich mal wieder ein Abend nur mit seinem Liebsten da ist, das Kind bei Oma und Opa schläft und man es am nächsten Morgen einfach nicht erwarten kann, seine kleine Maus wieder in den Arm zu nehmen? Oder der Moment, wenn man auf Shopping-Tour ist – alleine und ungestört – und sich immer wieder dabei erwischt, plötzlich in der Kinderabteilung zu stehen?

 

Es ist einfach verrückt und irgendwie auch verwirrend, dass ich noch vor einigen Jahren dachte, mein Alltag wäre stressig und ich hätte keine Zeit für irgendwelche Dinge. Und jetzt laufe ich mit unlackierten Nägeln und Augenringen durch die Gegend, lebe von Tag zu Tag und genieße mein perfektionsloses Leben.

Denn das WIR ist eben viel bedeutsamer und mein Ego ist emanzipierter als je zuvor!

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Kommentare: 1
  • #1

    Angie (Dienstag, 07 März 2017 14:24)

    Huhu Sanne, das war mal wieder auf den Punkt!