Warme Gedanken - Dubai

Ja ja, der Mai macht alles neu und der Frühling steht in seiner vollen Blüte. Das kann ich so nicht stehen lassen. Denn statt Aufbruch nach Pandora und Biergarten-Flair denke ich derzeit an Urlaubs-Throwbacks und Kaminfeuer. Deshalb möchte ich euch an 36-Grad-und-es-wird-noch-heißer-Gedanken teilhaben lassen und nehme euch mit nach Dubai.

Ich bin sicher, dass jeder, der von euch schon mal am Dubai Airport einen Stop-Over hatte weiß, was ich meine. Die Rede ist von glänzenden Böden und Rolex Uhren. Und zwar im kompletten Flughafen. „Welcome to Dubai“.


Als uns die Reise in eine andere Welt vor fünf Jahren bevorstand, habe ich mir den Marco Polo Reiseführer durchgelesen, war voller Vorfreude und dachte: “Kein Problem, dass Sightseeing schaffen wir in drei Tagen".

Ich gebe zu, dass das ziemlich blauäugig von mir war. Denn die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate ist riesig und unmöglich zu Fuß zu erkunden. Glaubt mir, das haben wir versucht, aber bei 40 Grad war selbst ich glücklich nach 10-minütigem Rumirren im klimatisiertem Taxi zu sitzen. OK, um ehrlich zu sein wir 5 Minuten wie zwei dämliche Touris vom Wild Wadi Waterpark mitten ins Nirgendwo gelaufen, haben uns in einer Bushaltestelle - räumlich abgeschlossenen und natürlich klimatisiert – abgekühlt und uns dann ein Taxi gerufen.

Andere Länder andere Sitten, aber die die gleichen Gewohnheiten. Denn ernsthaft, wo gehen Menschen aus dem Norden als erstes Essen, wenn sie in Dubai sind? Richtig, zu Nordsee! Dank McDonalds und Pizza Hut war unser Städtetrip im Großen und Ganzen aber doch eher international angehaucht. Und wenn die Einwohner Dubais schon im Lamborghini bei Starbucks vorfahren, müssen die großen Ketten eben doch was Magisches haben, oder?

Big in Dubai – verloren in der Mall. Ich bin eine Frau und liebe Shopping. Aber die Dubai Mall ist kein Shopping-Center, sondern ein Erlebnispark. Wir waren fünf Stunden dort und hatten immer noch nicht alles gesehen. Ein Luxus-Label reiht sich an das nächste und die Frauen schlendern wie im 7. Himmel durch die Gänge. Die Eleganz der Stadt färbt ab und man hebt ab. Ganze 125 Stockwerke hoch in nur 90 Sekunden und dann nochmal bis in Etage 148, um die Aussicht auf einer Außenterrasse zu „genießen“. Denn durch meine Höhenangst habe ich mich ständig irgendwo festgekrallt, aber diese Überwindung war es wert.

 


Apropos Wert – denn was wäre eine Urlaubsreise ohne Erfahrung? Mein Mann und ich ziehen Urlaubsfettnäpfchen ja maßgeblich an. Aber wir dachten halt einfach, wenn es in der Hotelbar Bier en masse gibt, dann könnten wir im Supermarkt ja auch einfach mal danach fragen. Schwerer Fehler. Aber nach bösen Blicken und unserer Flucht ins Hotelzimmer stand dort eine Flasche Champagner, Erdbeeren und Schlagsahne bereit.

Verrückte Welt. Verrücktes Dubai. Wir kommen wieder!

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