K O L U M N E #lebelieberperfektionslos


Kolumne-perfektionslos-lebelieberperfektionslos-Familienwahnsinn-Familylife-Momlife

Was sind schon aktuelle Trends & Themen, wenn der aufregendste Trubel eh um einen herum passiert? Deshalb wird wird meine Kolumne ab sofort unter dem Motto #lebelieberperfektionslos vom Familienwahnsinn beschlagnahmt!


#9 Unter uns

Ich bin spät dran mit meiner Kolumne für den Monat Februar/März. Ehrlich gesagt habe ich wochenlang überlegt, über welches Thema es sich tatsächlich lohnt zu schreiben. Gibt es erwähnenswerte Trends, die trotz der etlichen Berichte und Fotos der Fashion Weeks noch interessant sind? Sollte ich mich noch stärker meiner persönlichen Meinung zum Feminismus widmen? Ist es ein Mehrwert für euch über Beziehungsprobleme zu sprechen? Seid auch ihr von der heilen Instagram-Welt genervt und fragt euch, ob es da draußen überhaupt noch Realität gibt? – Ihr merkt schon, ich konnte mich nicht auf ein Thema einigen. Nach genauerem Hinsehen musste ich dann aber feststellen, dass all diese Themen irgendwie eine Gemeinsamkeit haben. Es ist ein bisschen wie in diesen US-Krimi Serien, wenn die Detectives die Zusammenhänge zwischen mehreren Fällen herausfinden und Mittel, Motiv und Gelegenheit einem Verdächtigen zuordnen.

 

mehr lesen 0 Kommentare

#8 Vom Ketchup zum Feminismus

Es war einer dieser ganz normalen Abende. Meine Familie und ich saßen am Abendbrottisch und wir aßen Pommes.

Soulfood muss eben auch mal sein. Die Heinz Ketchup Flasche zierte dabei unseren Esstisch. Neben dem Kauen betrachtete ich die Flasche etwas genauer. Am Etikett des Flaschenhalses war ein Zitat von Henry John Heinz abgedruckt:

"Quality is to a product what character is to a man."

 

Ich las das Zitat dreimal um sicherzugehen, dass ich das „hu“ vor „man“ auch nicht übersehen hatte. „Das könnte man auch als Frauenfeindlich auffassen“, brach es aus mir heraus. Mein Mann guckte etwas irritiert. „Was denn?“. Ich las ihm dem Satz vor, der mich so beschäftigte. „Ich kann das voll verstehen“, sagte er mit einem Augenzwinkern und meinte beruhigend, dass dort bestimmt eine Jahreszahl stehen würde, wann es gesagt wurde. Tatsächlich hätte ich in dieser Situation mehr Verständnis für das Zitat aufbringen können, wenn 1858 danebengestanden hätte. Schließlich war die Rollenverteilung und Sicht auf Frauen im 19. Jahrhundert weitaus anders als heute. Aber das Zitat blieb zeitlos.

mehr lesen 0 Kommentare

#7 Wachstumsschub Welt

2017-Kolumne-Rückblick-Wachstumsschub-Welt-Gedanken

Eltern kennen Sie: die Schübe während der Wachstumsphase eines Babys. In dieser Zeit sind die Kleinen besonders anhänglich und launisch. Besonders frustrierend ist in dieser Zeit das Gefühl, dass der Sprössling das erst vor kurzem Erlernte und stolz präsentierte einfach wieder vergessen hat. Ein Schritt vor und zwei zurück.

 

Nun ist es natürlich so, dass es sich bei den Dingen und Geschehnissen dieser Welt nicht um einen Säugling handelt, der mit seinen sechs Monaten Stück für Stück seine Umgebung erkundet und motorischen, wie auch mentalen Fähigkeiten erst kennenlernen muss. Wenn ich allerdings das Jahr 2017 revue passieren lassen werde ich den Gedanken nicht los, dass die Welt immer noch in ihren Kinderschuhen steckt. Oder ist dies womöglich der Lauf der Zeit?

 

Konfliktmanagement. Es gibt Bücher, Methoden, ja ganze Seminare um Unstimmigkeiten bestmöglich zu händeln und (verbale) Auseinandersetzungen zu lösen. Was ein Konflikt überhaupt ist, bzw. bedeutet, müssen Kinder erst einmal lernen und verstehen. Meine Tochter ist gerade in einer solchen Phase. Sie liebt ihren Schnuller und weiß genau, dass dieser nur zum Einschlafen erlaubt ist. Also passiert es schon mal, dass sie nachmittags auf einmal ganz müde wird, theatralisch gähnt und ihren Schnuller verlangt. Wer müde ist muss aber auch ins Bett. Etwas Spielen oder gar die geliebte Folge Conni am Abend stehen somit auf der Kippe. Die Entscheidung ist für meine Tochter natürlich nicht einfach und nur selten läuft die beschriebene Situation ohne Diskussionen und natürlich auch Kompromissen ab.

 

Entscheidungen. Vorab: ich bin nicht entscheidungsfreudig. Schon gar nicht bei der Auswahl eines Gerichts im Restaurant. Ich schaue mir sogar vorher die Karte im Internet an und bin mir dann trotzdem unsicher, wenn der Kellner vor mir steht. Hin- und wieder nutze ich Pro-und Kontra-Listen um bei einer Entscheidung weiterzukommen. Es kommt natürlich immer ganz darauf an WAS entschieden werden soll und wie schwerwiegend diese Entscheidung für mich oder gar andere ist. Fakt ist jedoch, dass Entscheidungen beeinflussen und verändern.

 

Veränderungen. Wie ich finde ein wohl sehr passender Begriff für die Beschreibung des Jahres 2017. Ebenso wie auch Konflikte und Entscheidungen. Auch wenn die Präsidentschaftswahl in den USA bereits im November 2016 stattfand, so zeigte der Woman´s March im Januar 2017 – einen Tag nach der Amtseinführung von Donald Trump - ziemlich genau, was Entscheidungen bewirken können. Der Protestmarsch war nicht nur ein Statement für die Wichtigkeit von Frauen und Menschenrechte im Allgemeinen. Es zeigte auch, dass die Konsequenz in Folge der Entscheidung der meisten Amerikaner für Unruhe und Unmut sorgte.

 

Auch die diesjährige Bundestagswahl brachte in Deutschland eine Veränderung. Trotz fortschrittlicher Beschlüsse, wie die „Ehe für alle“ im Juni und die Anerkennung des 3. Geschlechts fünf Monate später, wurde die AFD in den Bundestag gewählt. Zwei Schritte in der Evolution zurück und darauffolgende ewig andauernden Koalitionsverhandlungen machen deutlich, dass auch hierzulande das (Wahl-) Ergebnis einzelner Abstimmungen die ursprünglichen Meinungen anderer verändern kann. Womit wir wieder beim Konfliktmanagement angelangt wären.

 

Egal ob wir uns als Kleinkind, Mitzwanziger oder Greis entscheiden müssen, der Kreislauf aus Konflikt – Entscheidung – Veränderung bleibt. Und spätestens, wenn wir mit der Konsequenz unserer Entscheidung konfrontiert werden – ganz gleich ob positiv oder negativ – werden wir uns fragen: „was wäre, wenn?“ und der Zyklus beginnt von vorn.

 

Es sei denn, die Konsequenz ist perfektionslos.

0 Kommentare

#6 Alle Jahre wieder

Es ist knapp ein Monat seit meiner letzten Kolumne vergangen und es sind noch 31 Tage bis Heilig Abend. Schon jetzt fühlt es sich so an, als ob die Zeit zum Jahresende schneller tickt und der Wahn der Weihnacht Jahr für Jahr früher beginnt.

 

Ein Beispiel: für meine Tochter war ich am Wochenende auf der Suche nach Kleinigkeiten für den Adventskalender. Ich dachte mir, dass ich allmählich mit den Vorbereitungen beginnen könnte. In Gedanken ist der selbstgestaltete Weihnachtscountdown bereits seit Wochen dank etlicher Pinterest und Instagram Inspirationen fix und fertig. In der Realität stehe ich allerdings jedes Jahr am 30. November verzweifelt im Wohnzimmer und improvisiere einen Adventskalender der inhaltlich für Spiel, Spaß und Spannung sorgt und darüber hinaus auf den ersten Blick mit den aktuellsten Interior-Trends von Westwing, Elle Decoration und Co. mithalten kann. Schließlich ist diese Tradition mittlerweile auch ein fester Dekobestandteil, der in keinem Haus fehlen darf.

mehr lesen 0 Kommentare

#5 old but gold

Der goldene Herbst ist da und die gemütliche Zeit hat begonnen. Ich muss mich endlich nicht mehr für kalte Füße, eine Wärmflasche im Bett oder für die Tatsache rechtfertigen, dass Wolldecken durchaus ein anerkanntes Accessoire sind. Und da jetzt nur noch echte Barbecue-Fans auf Wintergrillen umsteigen, ist es die perfekte Gelegenheit Bratwurst gegen Popcorn und flammende Glut gegen flimmernde Leinwände zu tauschen.

 

Damit dann noch die richtige nostalgische Stimmung aufkommt werden noch ein Pfund Freundinnen, ein halbes Kino und eine Prise Kultfilm benötigt. Et voilà, fertig ist das Dirty Dancing Revival.

 

Bevor ich jetzt weiterhin so schreibe, als ob ich diesen Film in- und auswendig kennen würde: es war mein erstes Mal. Auf Instagram hatte ich vor meinem Outing folgende Frage zum abstimmen gestellt:

mehr lesen 0 Kommentare

Letzte Kolumne verpasst?